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Tagung zu Mythen um sowie repressiven und unabgegoltenen Potenzialen von Reformpädagogik
Pädagogik- ob Schule, Sozialpädagogik oder Erwachsenenbildung - kann nicht aus Zurichtung auf den Arbeitsmarkt bestehen. Bildung ist mehr als die Aneignung abrufbarer und messbarer Kompetenzen. Wichtiger denn je ist es, dass Teilnehmer:innen und Schüler:innensich mit der Gestaltung des Lebens, der Gesellschaft in Frieden, Demokratie und im Einklang mit der Natur beschäftigen. Häufig werden diese Ideen und Gestaltungsversuche im Spektrum reformpädagogischer Pädagogik maßgeblich verortet - als progressive Kritik bürgerlich-normalisierender Pädagogik, insbesonder im Zeitraum von 1890-1933. Aber wird Reformpädagogik dem Anspruch gerecht? Was ist mit dem Begriff überhaupt verbunden? Denn bei einigen Ansätzen der Reformpädagogik (Maria Montessori, Rudolf Steiner, Peter Petersen oder Georg Kerschensteiner) finden sich oft ein völkisch und rassistisch aufgeladener Gemeinschaftsbegriff und ein entsprechendes Menschenbild. Verkennt eine Pädagogik vom Kinde aus nicht die soziale Dimension von Arbeit und Bildung? Sind die Missbrauchsskandale an einigen Reformschulen nicht in ihrem Verständnis von Schüler:innen-Lehrer:innen-Beziehungen systemisch angelegt?
Die Tagung des Gesprächskreises Bildungspolitik und des Arbeitskreises Kritische Pädagogik der Rosa Luxemburg-Stiftung findet am 15.11.2025 von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr in Essen statt.
